Hochsensibilität und Trauma SHG

Treffen:
2.+4. Mo., 17:00, KIBIS
Kontakt:
Es gibt zwei Arten von Hochsensibilität,
1) Hochsensibilität ohne Traumaerfahrung
2) Hochsensibilität mit Traumaerfahrung

Unsere Selbsthilfegruppe beschäftigt sich mit der zweiten Gruppe von Hochsensiblen d.h. mit Menschen, die hochsensibel und zudem traumatisiert sind. Wir bieten für diese Personengruppe einen sicheren Ort zum gegenseitigen respektvollen, ressourcenorientierten Austausch untereinander und verstehen unsere Hochsensibilität auch als Traumafolge.

Was ist Hochsensibilität?
Unter Hochsensibilität versteht man im Allgemeinen eine überdurchschnittlich hohe Empfänglichkeit von Außen- und Innen- Reizen wie:
- Geräusche, Gerüche, Geschmack, Temperatur, Licht, Gefühle, Schwingungen, etc.

Hochsensibilität im Alltag:
- negative Auswirkungen: Reizüberflutung, Konzentrationsschwierigkeiten, Erschöpfung, hohes Stresslevel mangels Filterung wichtiger vers. unwichtiger Informationen, Multitasking-Schwierigkeiten, Schlafprobleme

- positive Auswirkungen: Wahrnehmungsbegabung, Kreativität, Fantasie, reiches Innenleben, gute Selbstreflexion, Empathiefähigkeit, Feinfühligkeit, zwischenmenschliche Verträglichkeit, Differenzierungsfähigkeit, Sinn für Ästhetik und Intuition, Sorgfältigkeit

Hat Hochsensibilität etwas mit Trauma zu tun?
Ja, Hochsensibilität kann auch als Überlebensstrategie bei frühen Traumatisierungen/Entwicklungs- und Bindungstraumata in der Kindheit entstehen. Zudem kann eine bereits angeborene Hochsensibilität mit erworbenen Traumatisierungen in Wechselwirkung treten. (hohe Korrelation)

Korrelation zwischen Trauma und Hochsensibilität:
Hochsensibilität sowie Traumamechanismen können zu Folgendem führen:
- Abgrenzungsprobleme zur Außenwelt
- Überflutung von eigenen sowie fremden Emotionen
- Überflutung von Außenreizen/ Reize „fließen in einen hinein“
- dauernde Wachhaltung/ übermäßig nach außen gerichtete Wahrnehmung
- schlechte Differenzierung zwischen Fremd und Selbst
- hohe Empathie (Empathie als Überlebensmechanismus in der Kindheit)

(Wichtig: Unsere Gruppe kann keine Therapie und professionelle Hilfe ersetzen! Wir sind alles ausschließlich Betroffene. Deshalb ist die Voraussetzung zur Gruppenteilnahme eine ausreichende Stabilität und die Fähigkeit zur Übernahme von Selbstverantwortung. Auch legen wir großen Wert auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander). Unsere SHG bietet Austausch für Betroffene von HS als Traumafolgestörung. Wir sind ein Schutzraum. Ein ruhiges, wohlwollendes, empathisches, respektvolles und bewertungsfreies Verhalten ist deshalb Voraussetzung für die Teilnahme.